Der Kunstblog für Bern (und die restliche Welt)

Herzlich willkommen bei den Kultussen! Regelmässig bloggen wir für Sie aus der Berner Kunstszene, schreiben mit einem Augenzwinkern über die neusten Entwicklungen auf dem internationalen Kunstmarkt und halten Kurioses aus der Kunstwelt für Sie fest.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Ein Hodler am Morgen vertreibt alle Sorgen


Wir finden: Seit Hodler-Helgen auf den Kaffeerahmdeckeli anzutreffen sind, macht Kaffeetrinken noch mehr Spass.

Galerie von aussen



Sonst besteht das Problem eher darin, dass sich Passanten nicht in Galerien trauen. Nun dürfen sie für einmal bloss von aussen schauen! Die Installation bei Krethlow gibt es noch bis am 8. Juni zu bestaunen. Und uns kommen da spontan ein paar Gedanken, was wir in einer ruhigen Minute mit buntem Klebeband so alles anstellen könnten...

Montag, 20. Mai 2013

Wenn Kultussen zweimal klingeln

Was machen am Sonntag? Die Kultussen lassen sich einladen zu Frau R.W. aus B. und durchfahnden auch gleich die Wohnung nach Kunst und Kuriosem.


Wir stellen fest: Hier wird ganz bewusst ein neokonservativer Kurs gefahren. Realistische Malerei aus dem Brockenhaus wird kombiniert mit...


...Holzschnitzerei.


Wir sitzen auf Biedermeier Stühlen...


...und bekommen selbst gebackenen Marmor-Guggelhop mit köstlichem Kaffee serviert:




In der guten Stube...


...noch mehr stiefmütterliche Stillleben...


...und eine fantastische "Petersburger Hängung".  Ein Anker darf natürlich nicht fehlen.


Doch Hoppla! Der Kuchen bleibt uns fast im Hals stecken...


Hier gibts auch  Mannsbilder. Der Kalender der New Yorker Feuerwehrmänner...


...hängt über einer  Bar im  Mad Men Stil...


Viele schöne....


...Correspondances...


Ein Hase von Frau B. aus B...


...oder eine Sirene von Novelline...


...beweisen wie dieser Untersatz die von Frau W. zelebrierte Liebe  zum Detail.


Zum Schluss ein Blick ins Schlafzimmer: Hier grüsst ein Verwandter im Matrosenlook. So sollte man die Kinder wieder anziehen und dressieren eh...  frisieren, finden wir.

Sonntag, 19. Mai 2013

An Pfingsten parliert man am ringsten


Das Pfingstwunder aus der Apostelgeschichte des Lukas, 2. Kapitel

2,1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2,2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
2,3 Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen,
2,4 und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen,* wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Ja, genau so geht erging es auch den Kultussen, als sie gestern mit ihren Freundinnen in einer guten Gaststube zusammenkamen (2,1), das Wetter nicht so richtig mitmachte (2,2) und alle lautstark durcheinander sprachen (2,3). Als dann der heilige Geist einfuhr (2,4) kamen wir zum Schluss: An Pfingsten parliert man am ringsten.

Freitag, 17. Mai 2013

Fiep, wir haben dich nicht lieb


Wir mögen Performances. Kunstperformances. Aber dieser Vogel vor dem Globus. Der nervt.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Mmmmh


"Heut gibts Pizza!", beschlossen die Kultussen, als sie sich selbst auf dieser Schachtel entdeckten.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Irene Bisang


Die Künstlerin Irene Bisang und die Kuratorin Anna Wesle gewährten den Kultussen schon vor der Vernissage Einblick in die Ausstellung "Magic Onion".


Man darf sich auf die Werke der Neo-Rauch-Schülerin freuen. Die kleinformatigen Gemälde sind bevölkert mit Mädchen die rauchen, lesen oder sich auch reichlich surreal benehemen. Oder sind Sie schon einmal nackt auf den Stosszähnen eines Elefanten Richtung Milchstrasse geflogen? We like!


Vernissage: Freitag, 17.5, 18.30 Uhr im Museum Franz Gertsch, Burgdorf
www.museum-franzgertsch.ch



Hurlyburly


First Witch:
1 When shall we three meet again?
2 In thunder, lightning, or in rain?
Second Witch:
3 When the hurlyburly's done,
4 When the battle's lost and won
Third Witch:
5 That will be ere the set of sun (Macbeth)

So geht das jeweils zu und her, wenn Hexe A.H. vom Bund den Hexen S.C und C.S von der BZ im Museum begegnet.

Montag, 13. Mai 2013

Schlafen im Museum


Neulich im Museum: Zwei Kultussen schlendern motiviert durch die Ausstellung, doch schon nach wenigen Räumen werden ihre Lider schwer. Sie stecken sich gegenseitig mit Gähnen an und als die Museumsaufsicht auf eine zweite Ausstellung im selben Haus hinweist, stürzen sie sich voller Panik erst einmal auf den Espressoautomaten.

Klar, jeder Mensch hat eine andere Aufmerksamkeitsspanne. Doch meistens ist es Langweile, die zu Müdigkeitssymptomen und abschweifenden Gedanken führt. Etwa in einer öden Vorlesung oder in einem einschläfernden Film ohne spannende Wendepunkte.  Ausstellungen können aber interessant sein und dennoch innert kürzester Zeit zu leeren Batterien führen.
Wir vermuten folgende fünf Gründe:

1.     Die Kunstbetrachtung erfordert vom Hirn mehr Interpretation als ein Kino- oder Konzertbesuch
2.     Kunst stimuliert unterbewusst verschiedene Hirnteile und macht deshalb müde
3.     Das rhythmische durch die Ausstellung Schreiten führt zu einem meditationsähnlichen Zustand
4.     Die diffuse Beleuchtung in vielen Museen führt zu einer Art Trance
5.     Die Stille in den meisten Ausstellungsräumen erinnert an Nachruhe 

Kennen Sie ein gutes Mittel gegen Museumsmüdigkeit?

Donnerstag, 9. Mai 2013

Collagen in Öl


Wie lebte Jackie O. auf ihrer Mittelmeer-Yacht? Der Brite Dexter Dalwood (1960) kennt die Antwort und hält sie in Öl fest. Seine grossformatigen Bilder sind zurzeit im Centre Pasquart ausgestellt und porträtieren Berühmtheiten, die nicht anwesend sind. Ihre möglichen Interieurs, Kleider, Bilder oder Nippes funktionieren wie Collagen eines Charakters.

Wie Collagen wirken auch die Gemälde. Doch Dalwood schneidet keine Möbel und Kleider aus Hochglanzmagazinen aus, sondern trägt die Farbe mal dick, mal dünn, mal mit Struktur auf, so dass die Leinwandoberfläche dreidimensional schimmert.

Die Ausstellung läuft noch bis am 16.6.